Samstag, 18.07.2015

Zurück in Deutschland

Hallo ihr Lieben,

heute schreibe ich nochmal, obwohl mein eigentliches Auslandsjahr vorbei ist, denn wirklich vorbei ist es noch lange nicht.

Ich bin jetzt schon seit über einer Woche wieder in Deutschland, aber so ganz angekommen bin ich noch nicht.. Zwar lebe ich hier ganz normal, aber meine Gedanken sind doch noch ziemlich oft auf den Philippinen und ich fühle mich einfach nicht wie vorher. Das Gefühl hier zu sein ist immer noch komisch.. Aber das ist ja normal, ich war schließlich 11 Monate weg und hatte mich wirklich an meinen philippinischen Alltag gewöhnt. Gestern kam ich z.B. nach Hause und bin erstmal direkt duschen gegangen, genau wie ich es immer gemacht habe wenn ich aus der Schule kam. Einerseits ist mir mein philippinisches Leben noch total nah, aber auf der anderen Seite kommt es mir auch alles schon so weit weg her... Ich kann mir fast nicht mehr vorstellen jetzt wieder dort zu sein, fast wie ein Traum... aber meine Ansichten habe ich schon in manchem geändert, ich merke wie ich innerlich (oder auch offen) rebelliere, je nachdem was meien Familie z.B. sagt. Ich trete viel mehr für soziale Zwecke ein, habe eine ganz andere Sicht auf Ausländer, Entwicklungspolitik oder ähnliches! Aber genau das wollte man ja auch mit einem Auslandsjahr erreichen, anders denken und die Sicht auf die Welt verändern, eben einfach mal raus aus allem gewohnten und die Dinge von einer anderen Seite sehen.

Jetzt geht es bei mir momentan schon die ganze Zeit um Studium, Wohnung, Umzug... irgendwie komisch, denn ich kann mir das alles noch gar nicht vorstellen... aber gleichzeitig freue ich mich auch echt schon darauf und bin super gespannt wie alles wird. 

Es ist interessant zu sehen, wie wenig sich das Leben hier verändert hat. Für mich ist alles neu, alles anders und ich habe so viele Unterschiede dieses Jahr erlebt, während hier fast alles gleich bleibt. Es gibt neue Lieder im Radio, neue Kleidung in den Geschäften, neue Möbel Zuhause, ich hab einige Feste und Events verpasst... aber sonst ist alles wie vorher. Meine Familie wie vorher, meine Freunde wie vorher, das Essen wie vorher... Aber alles ist trotzdem irgendwie anders, denn meine Sicht auf die Dinge ist gerade noch ganz anders... Ich esse eindeutig mehr Gemüse ;) ich chille mehr, meine schöne Stimme ist weg...Klavier ist fast wie vorher, der Hund wie vorher, ich trage immer Jacke und lange Hosen bei 30 Grad, genieße den Garten mehr als je zuvor, die frische Luft, ich vermisse Reis... vermisse meine Kinder, die Mango, das Streetfood, genieße die Anwesenheit all meiner lieben Leute, das selbst Kochen, die Dusche ;) 

Das Jahr im Feedback ist schwer zu beschreiben... Alle fragen natürlich: "Und wie wars?"
Ja super, was ist denn das bitte für `ne Frage?? Ich mein ich verstehe, dass man das fragt, allein aus Interesse und Höflichkeit und ich freue mich auch wenn jemand fragt, aber die Frage zu beantworten ist halt einfach echt schwer bis unmöglich, wie soll ich denn ein ganzes Jahr in einem Satz zusammenfassen, denn mehr wollen die Meisten ja dann doch nicht hören.. 
Es war ein Jahr voller neuer Erfahrungen, ich hab nicht nur die Philippinen sondern auch mich selbst und meine Kultur besser kennengelernt. Ich habe den Umgang mit Behinderten zu schätzen gelernt. Aber vor allem habe ich gelernt was es heißt in einem anderen Land zu leben und sich zu integrieren. Es ist nicht so einfach wie man denkt, nicht alle Migranten sind schlecht wenn sie Zuhause noch ihre Muttersprache sprechen, traditionelle Gerichte kochen und weiterhin beim Fußball für ihre Heimat sind. Man kann von ihnen nicht verlangen, dass sie ihre Herkunft aufgeben und nur weil sie jetzt in Deutschland leben sind und fühlen sie sich noch lange nicht deutsch. Ich habe jetzt eindeutig meine Ansprüche an Migranten gesenkt und finde, dass wir noch mehr machen müssen um Ausländer zu integrieren. Aber auch wenn wir immer von Ausländern oder Migranten reden ist das schon ein Schritt gegen die Integration, denn damit schließen wir sie als eine getrennte Gruppe aus der "normalen" deutschen Gesellschaft aus. Es ist eben alles einfach nicht immer so wie es scheint und ziemlich kompliziert.
Ich hoffe ich kann das, was ich gelernt habe auch hier in Deutschland weiter einsetzen und weiter lernen, denn auch jetzt wo ich wieder hier bin ist die Austauscherfahrung noch lange nicht zu Ende!

Ich weiß nicht ob ich demnächst nochmal schreibe, es gibt ja jetzt nicht mehr so viel zu erzählen, aber eigentlich will ich es jetzt auch bis zum Schluss durchziehen ;) Vielleicht melde ich mich nochmal nach dem Seminar :)

Grüße aus dem Taunus ;) 

 

Dienstag, 07.07.2015

Bye Tacloban..

Hey,

ich hatte mal wieder einen super Eintrag, der jetzt dank schrottem Internet weg ist...

Also ich sitze jetzt in Manila, schaue EURPSPORT (:D) und warte auf die Anderen, die noch nicht angekommen sind. Heute Nachmittag haben wir noch ein bisschen Seminar zur Bewertung des Jahres und morgen einen Tag Freizeit bevor es dann gegen Mitternacht los geht nach Deutschland!

Momentan habe ich hier ein echt gutes Gefühl, ich fühle mich bereit für den Abschied und für Deutschland, aber gleichzeitig hab ich auch glaub ich noch nicht wirklich realisiert, dass ich wieder nach Hause fliege und nicht mehr zurück nach Tacloban kommen werde...
In meiner Familie gab es gestern einfach eine kurze Geschenke Stunde und ich hatte das Gefühl zumindestens meine Geschwister haben sich darüber gefreut. Außerdem hat meine Mama extra Essen gekauft und wir haben uns so ruhig und angemessen verabschiedet. Es lief nicht immer gut zwischen uns, aber im Endeffekt ist man doch irgendwie zusammen gewachsen in dem Jahr, daher finde ich es gut, dass wir kein großes Ding aus dem Abschied gemacht haben. Das hätte alles nur lächerlich und übertrieben gemacht.
Heute morgen hat mich Mama dannzum Flughafen gebracht, ich habe mich bedankt, wir haben uns umarmt und Tschüss gesagt und das war gut so! Niemand hat geweint, was mich echt überrascht, aber ich muss zugeben ich war schon einige Male kurz davor... Aber es ist okay so wie es ist :)
Meine Lehrer hatten am Freitag schon eine kleine Überraschungsparty für mich, ich habe ein Plakat über meine Arbeit gemacht und einen Kuchen mitgebracht. Und bei der Party hat dann jeder nochmal was zu mir gesagt und ich muss sagen, das war echt schön. Es hat sich gezeigt, dass mein Eindruck auch genau das ist, was die Lehrer empfunden haben. Wir hatten ein super Jahr zusammen, ich hatte am Anfang Schwierigkeiten mich im Unterricht einzubringen und wurde dann immer besser. Ich wurde von oben bis unten nur gelobt und es war echt ein gutes Zeichen und hilft mir sehr nun die Philippinen wieder zu verlassen. Meine Arbeit war einer der Hauptpunkte warum ich hergekommen bin, ich wollte mich in einem Projekt wirklich integrieren, einbringen und dort eine wahre Hilfe sein. Und genau das ist mir irgendwie gelungen. Ich will mich jetzt hier nicht zu viel selbst loben, aber das Feedback der Lehrer hat mir einfach wirklich geholfen nun mit dem Jahr hier abzuschließen und glücklich wieder nach Deutschland zu gehen! :) Ich habe die Kultur kennengelernt, wundervolle Menschen getroffen, irgendwie auch mich selbst und mein Land besser kennengelernt und so viel über den Umgang mit Behinderten gelernt, dass ich mich einfach in diese Arbeit verliebt habe und das auf jeden Fall weiterverfolgen will! Ich habe erreicht was ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte und kann daher jetzt zufrieden gehen :)
Jetzt bin ich nur gespannt wie es wird, wieder nach Deutschland zu kommen... Ich frage mich, ob oder welche Dinge mir anders vorkommen werden als vor einem Jahr, denn einiges wird bestimmt erstmal wieder neu sein. Ein paar Sachen werden mich vielleicht nerven, aber ich freue mich auch auf viele Dinge, die ich hier vermisst habe. Naja.. das wird sich alles in 2 Tagen zeigen, also einfach abwarten... :)

Vielleicht das letzte Mal....
Grüße von den Philippinen :)

Samstag, 04.07.2015

Langsam wird es Zeit...

Hallo ihr Lieben,

nun ist es wirklich nicht mehr viel Zeit, die mir auf den Philippinen bleibt... Ich habe das die ganze Zeit erfolgreich ignoriert und verdrängt, aber langsam muss ich echt mal anfangen zu packen, aufzuräumen und noch die letzten Erledigungen zu erledigen.. ;)
Mein Zimmer sieht eher ungut aus, denn überall liegt schon Zeug verteilt noch für Abschiedsgeschenke oder was ich packen oder aussortieren muss... Aber ich hab ja jetzt noch 3 Tage, da ist noch genug Zeit, hoffe ich... :D

Gestern war leider auch schon mein offiziell letzter Tag in der Schule, denn wir fliegen Dienstag früh schon nach Manila und Montag brauche ich einfach noch zur Vorbereitung. Das komische ist, dass die Kinder gar nicht wirklich wissen, dass ich bald ganz weg bin und sie erstmal lange nicht wiedersehen werden... d.h. z.B. eine meine Lieblingsschülerin ist einfach gegangen, sogar ohne zu blessen, was man hier aus Respekt bei Älteren Personen zur Begrüßung und zum Abschied eigentlich macht. Aber meine Lehrerin hat mir ein typisch philippinisches Tuch geschenkt, ich habe ein Plakat mit Bildern über mein Jahr gemacht, was nun im Klassenraum hängt und habe einen Kuchen mit gebracht, den es dann abends zur kleine Überraschungsparty bei einer Lehrerin gab :) Dort haben alle nochmal etwas zu mir gesagt und das war echt schön, muss ich zugeben ;) Ich sag jetzt hier nicht was, das würde ausarten... wen es interessiert kann ja nachfragen ;)
Trotzdem werde ich am Montag nochmal kurz in die Schule gehen, ich hab nämlich die Waage ausgeliehen um mein Gepäch zu checken :D und es gibt wohl noch einen kleinen Film mit Bildern für mich, den wir dann mit den Kindern gucken wollen :) 
Insgesamt kann ich hier eigentlich bis jetzt ziemlich gut abschließen. Ich bin zufrieden mit meinem Jahr, vor allem nach dem Feedback gestern ;) 
Heute geht es aber erst noch auf die Taufe des Babys einer Lehrerin von mir, ich hoffe das ist verständlich ;) danach muss ich dann noch 3 Spagutscheine einlösen und packen :p 

Mal schauen wie das jetzt alles wird, ich kann mir das grad gar nicht vorstellen, aber die Zeit geht rum und dann werde ich es schon sehen :)

Grüße von den Philippinen, ich hoffe noch nicht zum .letzten Mal! :)

 

Dienstag, 30.06.2015

Fiesta!

Hallo,

heute könnte ich eigentlich super viel erzählen, denn es war Fiesta und das ist hier DAS Event des Jahres!
Aber leider ist auch fast meine ganze Familie ein bisschen krank und ich bin einfach viel zu müde von den ganzen Erledigungen, die ich noch machen muss bevor es am Dienstag schon nach Manila geht.. Also versuche ich es kurz zu fassen!

Jede Stadt und auch Stadtteile haben auf den Philippinen einen eigenen Patron, und jeder Patron hat einen Tag, quasi wie ein Geburtstag, an diesem Tag ist dann Fiesta in der Stadt.
Aber in einer recht großen Stadt wie Tacloban, obwohl man das echt nicht wirklich groß nennen kann..., ist die Fiesta dann nicht nur ein Tag, sondern hier sogar schon fast den ganzen Monat. 
Es wurden langsam nach und nach in der ganzen Stadt Stände aufgebaut an denen Essen, Klamotten, Souvenirs oder ähnliches verkauft werden und an 2 Plätzen in der Stadt waren nun schon den ganzen Monat immer wieder Verastaltungen. In den letzten 2 Wochen war dort glaube ich fast jeden Abend Programm. Dazu gehört z.B. die hier obligatorische Misswahl. Denn die Filipinos lieben Misswahlen, jeder schaut sie, es gibt sie überall auch schon in Schulen und ich wurde hier nicht nur einmal gefragt warum ich nicht bei Miss Universe mitmache :D
Naja, ich hab von den ganzen Veranstaltungen nicht ganz so viel mitgekriegt, weil ich wirklich momentan ziemlich beschäftigt und müde bin und dann nach der Arbeit nicht noch bis spät in der Stadt bleiben will...Aber ich war natürlich beim DepEd (Department of Education, also quasi das Bildungsministerium) Abend, denn dort hat auch meine Schule teilgenommen. Es gab 3 Kategorien in denen die Lehrer jeweils für ihre Schule antreten, Gruppentanz, Curacha (ein traditioneller philippinischer Volkstanz) und eine, die etwas abgedreht klingt und auch irgnedwie lustig ist, "doble cara". Dabei singt ein Mensch sowohl Mann also auch Frau meist eines Duettes und trägt auf der einen Hälfte Frauen- und auf der anderen Hälfte Männderklamotten. In der Kategorie liegt die Schwulenrate extrem hoch, aber generell gibt es hier sehr viel mehr Schwule oder es outen sich einfach mehr. Wenn man hier jedoch schwul ist erkennt man es auch eher sofort, denn die Schwulen hier verhalten sich sehr viel weiblicher, extremer und sind teilweise schwer von Frauen zu unterscheiden.. Sie sind dadurch zwar irgendwie akzeptierter als in Deutschland, aber eigentlich auch nicht wirklich, denn meistens sind sie eher eine Art Komiker oder Unterhalter der Gesellschaft...
Mein Koordinator in der Schule ist auf jeden Fall in dieser Kategorie angetreten und hat gewonnen :) aber er hat auch echt eine gute Stimme ;)

Am Samstag waren dann schon die Pintados, da kommen Gruppen aus verschiedenen Dörfern oder Stadtteilen und treten gegeneinander an. Aber die Gruppen kommen meist nicht aus Tacloban, sondern teiweilse sogar von ziemlich weit her. Und der Aufwand, den sie für ihre Präsentationen betreiben ist unfassbar. Das eigentliche Konzept ist, es gibt erst eine Parade durch die Stadt und dann die Vorführung. Da sollen sie dann ihren Barangay darstellen, also z.B. ein Fischerdorf hat gebastelte Boot in denen sie dann über die Bühne fahren, das natürlich alles als Tanz zu Musik. Die Musik ist mit vielen Trommeln und Leier und ist eine Art Marching Band, mir fällt gerade leider nicht das richtige deutsche Wort sein.. Sorry.. Also auf jeden Fall sollen sie danach zeigen wie der heilige Sir Santo Nino ihr Leben beeinflusst, d.h. er tritt auf und wird danach ziemlich angepriesen. Die Story klingt jetzt vielleicht nicht gerade spannend, aber man muss sich um die 100 Menschen auf der Bühne vorstellen mit unfassbaren Kostümen und Requisiten!! Die Höhe des Preisgeldes sagt alles. Der erste Preis gewinnt 15000€ und auch die nächsten noch echt viel. Dazu gibt es noch einige Sonderpreise z.B. für die beste Musik, die auch jeweils 2000€ gewinnen, wenn man also einen bekommt lohnt sich der ganze Aufwand.

Am Montag Abend war dann die Parade of Lights, bei der alle Teilnehmer des Zuges Kostüme haben und irgendwelche Lichteffekte eingebaut haben, sodass es im Dunkeln echt schön aussieht. Auch dort gibt es wieder einen Wettbewerb z.B. für die beste Schule und natürlich haben wir auch da mitgemacht. Die Schüler haben also vorher schon eine Choreographie einstudiert, die sie dann auf der Straße immer getanzt haben. Sie trugen super Bienenkostüme und ganz vorne war quasi die Königin, die eine St. Nino Statue getragen hat, sie hatte ein echt krasses Kleid an. Als Lehrer sind wir am Rand gelaufen um die Kinder von den Zuschauermassen abzuschirmen und um ihnen genug Platz zu machen für den Tanz. Das Wetter hat zum Glück gehalten, es hat nicht geregnet und war nur wieder super tropisch schwül.. und so ging es durch die ganze Stadt. Es war zwar ein bisschen anstrengend, aber auch wirklich schön anzuschauen mit all den Lichtern :) Und am Ende haben wir den 2. Platz gewonnen, was einige der Lehrer sogar enttäuscht hat, unsere Schule ist nämlich echt gut in allen möglichen Wettbewerben und daher ziemlich Erfolgsverwöhnt ;) Aber es sind auch Universitäten angetreten und wir sind ja nur eine Grundschule..

Am eigentlichen Tag der Fiesta war dann wieder nur das große Fressen angesagt, sprich man ist bei all seinen Bekannten eingeladen, geht von Haus zu Haus und isst.. Zum Glück waren wir genau an dem Tag alle krank, sodass wir nur zu einer Freundin meiner Mutter Büffet essen gegangen sind ;) Danach war ich aber auch schon ausreichend satt...

Ja, ich glaube das wars jetzt... Bilder kommen wie immer nach, ich muss erst bei den anderen betteln damit sie mir welche schicken... 
Wurde ja doch gar nicht so kurz... Naja..

Grüße von den Philippinen

 

Freitag, 26.06.2015

Katastrophen Managment Projekt - endlich durften wir mal selbst organisieren ;)

Hallöle,

letzte Woche hatten wir unser Abschlussprojekt im Partnerbarangay der Highschool, bei der 3 von uns offiziell arbeiten. Aber eigentlich sind wir mit dem Partnerbarangay nun alle mit dabei und sollten nun, kurz vor Schluss, ein eigenes Projekt für das Dorf planen und durchführen.
Dabei war für uns klar, dass es um Disaster and Risk Managment gehen würde, also Risiken und Umgang mit Naturkatastrophen. Denn der Barangay liegt direkt am Meer und ist daher sehr stark von Fluten, Tsunamis... betroffen. Nach Yolanda waren ca. 90% der Häuser zerstört, wenn ich das richtig in Erinnerung hab.. 

Wir haben uns also ans philippinische Rote Kreuz gewendet, das uns von der Schulkrankenschwester empfohlen wurde. Dort haben wir rausgefunden, dass sie ganz umsonst, seit Yolanda Schulungen zu diesem Thema anbieten. Wir haben also nur den Termin abgeklärt, gesagt was wir uns vorstellen und sie haben sich um alles gekümmert. Was eigentlich bedeutet, der Chef hat einen Tag vor dem Anfang des Trainings seinen Mitarbeiter angerufen und gesagt: "Mach du da mal morgen das Training!". Er hat irgendwie abends noch 2 Freiwillige zur Hilfe gefunden und war morgens da (jedoch filipino time, 2 Stunden zu spät.. )

Wir hatten also am Freitag ein Meeting, bei dem ein grober Evakuierungsplan erstellt wurde. Klingt jetzt alles super kompliziert und professionell, war aber im Endeffekt nur: Wie viele Leute habt ihr? Es gibt nur 2 große Häuser mit 2. Stockwerk, also gehen alle dahin weil es sonst außer zum Meer hin auch keinen Fluchtweg gibt... Die Lage des Barangays ist also denkbar ungünstig...

Am nächsten Tag hatten wir dann eigentlich ein "Erste Hilfe Training" für die Kinder geplant mit Aspekten zum Disaster Management, das hatte das Rote Kreuz aber wohl falsch verstanden und daraus wurde ein reines Disaster Management Training. War aber auch nicht schlimm, denn das brauchen die Menschen hier wahrscheinlich sowieso noch dringender... 
Ein bisschen schade, aber typisch philippinisch war dann, dass nur noch ein Viertel der Kinder nach der Mittagspause wieder da waren... Der Mann vom Roten Kreuz hat das aber auch direkt passend festgestellt: Wenn man ihnen kein Essen gibt kommen sie nicht mehr.. Normalerweise gibt es nämlich bei absolut jedem Event Essen! Aber naja, die interessierten kamen zurück, immerhin :)

Am letzten Tag, war dann ein Drill, also quasi wie ein Probefeueralarm nur für Erdbeben und Tsunami. Denn das ist die einzige Naturkatastrophe hier vor der man nicht wirklich gewarnt werden kann. Wenn ein Erdbeben ist haben die Menschen also ca. 5-10 Minuten Zeit um von ihrem Haus zur Schule oder der Barangay Hall zu kommen, den einzigen 2-stöckigen Gebäuden im ganzen Barangay. Das hat in der Probe sogar recht gut funktioniert, also alle die nicht völlig lustlos waren, sind wirklich gekommen und waren auch größtenteils schnell genug sicher :)

Insgesamt waren wir alle ziemlich zufrieden mit dem Projekt. Es haben mehr Menschen teilgenommen als erwartet und das Rote Kreuz hat jetzt schon gesagt, sie möchten gerne weiter mit dem Barangay zusammenarbeiten. Also ist eigentlich alles erreicht was wir wollten.

Für uns war es einfach eine schöne Erfahrung endlich mal seine eigenen Ideen umzusetzten. Auch wenn wir im Endeffekt nicht wirklich viel gemacht haben war es doch unsere Idee und wir haben es ins Rollen gebracht! :)

Soviel dazu..
Jetzt sind es schon keine 2 Wochen mehr bis ich wieder Zuhause bin. Ich freue mich echt alle meine lieben Leute wieder zu sehen und endlich wieder wirklich zu Hause zu sein, aber gleichzeitig finde ich es auch traurig, dass hier alles zu Ende geht. Ich habe z.B. nur noch 3 Tage Schule mit meinen Kindern, die werde ich, glaub ich, schon ganz schön vermissen. Nach so langer Zeit wachsen sie einem ganz schön ans Herz :) Und ich habe auch ein bisschen mulmiges Gefühl wenn ich an Deutschland denke. Ich fühle mich im Moment wirklich fern von Deutschland und kann mir noch gar nicht vorstellen wieder in mein altes Leben dort zurück zu kehren, aber das wird wahrscheinlich kommen, spätestens im Flugzeug nach Frankfurt wenn alle Ansagen wieder auf Deutsch sind ;) Auf jeden Fall ist es schön, dass es auch so viele Dinge gibt auf die ich mich freuen kann, so wird der Abschiedsschmerz kleiner und bei manchen Sachen hier muss ich zugeben, freue ich mich auch, wenn ich sie wieder los bin :D Naja, es sind ja noch fast 2 Wochen, also bis dahin noch..

Grüße von den Philippinen :)

Sonntag, 14.06.2015

Endlich Fotos ;)

Hallöchen, 

heute gibts endlich mal wenigstens einen Teil der versprochenen Bilder :) 
Ein paar muss ich selbst erstmal zusammen suchen und mir noch besorgen, denn es ist echt nicht so einfach immer Bilder von anderen klauen zu müssen, wenn man keine eigenen mehr machen kann... aber immerhin :)

Es fing an im März an, mit der Graduation bzw. Recognition in der Schule, davor war eigentlich noch das Tauchen, aber davon hab ich auch noch keine Bilder... Recognition, alle Lehrer in Uniform

Graduation in Nationalkleidung
Hier tragen übrigens außer mir einen Barong, dieses meist cremefarbene, sehr dünne Hemd. Es ist die Nationalkleidung der Philippinen, wird aus Ananasphasern hergestellt und ich daher sehr dünn, teuer und empflindlich. Es darf also auch gar nicht gewaschen werden und wird nur zu offiziellen Anlässen getragen. Stammen tut das Kleidungsstück aus der Kolonialzeit der Spanier. Angeblich mussten die philippinischen Arbeiter und Sklaven es tragen, weil man alles darunter sehen konnte und die spanischen Kolonialherren so sicher sein konnten, dass die Filipinos keine Waffen bei sich haben.

Dann kam der Prom, aber von dem hab ich irgendwie keine Fotos, also nix dazu, war aber auch nicht soo spannend ;) 

Und dann gings los in den Feriencountdown.. 

Zuerst mit meiner Familie auf Caramoan Islands

Familienurlaub mit Selfie-Sucht...
I
ch gebe euch jetzt nur ein Beispiel der ungefähr 1000 Groupies (Selbstgeschossene Gruppenbilder). Es gibt unzählige davon, aber im Endeffekt ist es sowieso immer das gleiche, meine Familie und ich an einem schönen Strand, vor einer Kirche, beim Essen oder an einem anderen schöenen Ort... ;)

Dann gings eigentlich nach Bicol und zum Wakeboarden, aber davon hab ich leider nur ganz wenige Fotos.
Hier der Mount Mayon, der auch der "perfekte Vulkan" genannt wird.

Mount Mayon - der

Und ich im Fluss :D

 

Nächste Station war Tacloban, da waren wir ein bisschen am "super schönen" Strand hier..

Strand in Tacloban, man sieht die Auswirkungen des Taifuns...

Und beim "McArthur Landing Memorial", die einzig wirkliche Sehenswürdigkeit hier... Dort landete wohl Kapitän McArthur im 2. Weltkrieg um die Philippinen von den Japanern zu "befreien". Warum ich das in " schreibe? Naja, hier wird es so genannt und auch positiv gesehen, aber im Endeffekt wurden die Philippinen danach amerikanische Kolonie, obwohl sie die Spanier gerade losgeworden waren.. "Befreien" würde ich es daher nicht nennen!

McArthur Landing Memorial

Weiter ging es auf Sambawan Island, mit den AFS Freiwilligen und allen Deutschen. Dort war es einfach schön, eine Nacht draußen am Strand zu schlafen und die Natur zu erkunden.

Die Miniinsel Traumhafter Sonnenuntergang

 

Von dort ging es direkt weiter nach Bohol, eine der bekanntesten Touristeninseln der Philippinen.
Dort sind wir gekletter...

Wurzelklettern, immer dem Baum nach ;) 

haben eine Bootstour mit Büffet gemacht...

Rivercruise Bootstour auf dem Loboc River

und haben uns natürlich die 2 Hauptattraktionen der Insel angeguckt, die Tarsieräffchen und die Chocolate Hills.

Ein Tarsier Chocolate Hills, sogar zur richtigen Jahreszeit, wo sie braun vertrocknet sind :)

Weiter gings nach Cebu, dort war ich ja ganz am Anfang meines Jahres schon mal, aber diesmal hab ich mir noch ein paar andere Dinge angeschaut. Z.B. den Taoist Temple, einen taoistischen Tempel, wie der Name schon sagt ;) Liegt mit super Aussicht auf einem Berg, im Viertel "Beverly Hills" :D Man merkt die Verbundenheit des Landes zu Amerika doch immer wieder...

Taoist Temple in Cebu Ein Blick vom Tempel auf die Stadt

Der vorletzte Stop der Reise war dann Boracay, die absolut bekannteste und, bei ausländischen Touristen, beliebteste Insel der Philippinen. Ich fand sie hat zwar ihre schönen Seiten aber eigentlich ist sie völlig überteuert, nur auf Touristen ausgerichtet und hat nichts mehr vom eigentlichen Charme der Philippinen und deren Natur. Aber zum Urlaub machen, wenn man nicht über die Preise nachdenken will, sich nicht viel bewegen will und einfach nur entspannen ist es vielleicht ganz gut. Wir hatten dort auf jeden Fall eine schöne, wenn auch teure, Zeit :)

Wunderschöner, weißer Sandstrand Strammer Max!!! :p

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie gut ein echter deutscher Strammer Max schmeckt, nach 9 Monaten philippinischem Essen :D Außerdem konnten wir in der bayrischen Kneipe sogar das Halbfinale vom DFB Pokal gucken, nachts um 3 ;) auch wenn das Ende aus meiner Sicht leider nicht so schön ausfiel... aber das ist ja Fansache.. :)
Dann waren wir noch Parasailing, also von einem Boot aus an einer Schnur mit einem Fallschirm fliegen und vom Boot gezogen werden. Es war schön, aber ich gebe zu ich war ziemlich unentspannt... Fliegen ist einfach nicht so meins ;)

Parasailing bei Sonnenuntergang :)

Der nun wirklich letzte Stop war dann Manila, wo ich jetzt endlich auch mal "Intramuros" gesehen habe, was wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist. Dort lebten zur Kolonialzeit die Spanier innerhalb der Mauern, daher Intramuros und nur ausgewählte Leute durften den Bereich betreten. Auch heute noch besitzt dieser Teil Manilas viele schöne, beliebte Kirchen (zum Heiraten, wenn auch teuer..) und einige nicht gerade billige Privatuniversitäten.

Kirche in Intramuros

Weiterhin haben wir uns den Rizalpark und natürlich MOA, die Mall of Asia angesehen ;)

Rizalpark bei Nacht Die rieseige Weltkugel vor der MOA, die nachts als Werbekugel erstrahlt

Soweit zu dieser Riesenreise.. danach ging es leider alleine wieder nach Tacloban, aber dort bin ich auch gar nicht lange geblieben, denn knappe 3 Tage später ging es von einem Projekt aus nach Camotes Islands, genauer gesagt auf die kleine, süße Fischerinsel Tulang Diot. Dort haben wir vom Leben der Menschen dort und deren Strukturen gelernt und uns einfach angepasst. 
Geschlafen wird am wunderschönen Strand...

Unser Bett für die 2 Wochen dort :)

Gekocht wird auf Feuer...

  Unser Herd ;)

Geld verdient wird jede Nacht auf einem Fischerboot beim Fischfang...

Ausbeute der Jungs, frisch gefangen ;)

Und zum Zeitvertreib sind wir schwimmen gegangen, haben gekocht, gespielt, gelesen und hatten Spaß an der Einfachheit des natürlichen Lebensstils dort :)

Endlich mal wieder Zeit und Muße zum Lesen ;) So viel leckeres Gemüse ;) Soo viel freie Zeit ;)

 

Danach ging ja erstmal die Schule, und damit auch mein Alltag als "Teacher Lucy", wieder los.
Aber zu einem Wochenendausflug hat es trotzdem gereicht. Auf ging es also nach Samar, zur Sohoton Cave und der "Natural Bridge".

Calcit in der Höhle Juhu, Kanu durch die

Cliff Diving for Beginners ;) 

Und das wars jetzt glaub ich erstmal... waren hoffentlich genug Fotos, hatte sich ja doch so einiges angesammelt.. ;)

Das war also Blog für Leseanfänger, aber muss ja auch mal sein, ich denke schon immer das ließt keiner wenn ich nur lange Romane schreibe, viel zu anstrengend... 
Aber ich hoffe natürlich ich liege völlig falsch und ihr lest es trotzdem ;)

Bis bald mal wieder, zur vielleicht nächsten Romanausgabe von... :D

Grüße von den Philippinen :)

Dienstag, 09.06.2015

Zurück in den Alltag und noch ein bisschen Urlaub ;)

Hallo ihr Lieben :)

seit letzter Woche habe ich nun ja endlich wieder Arbeit, nach 2 Monaten Sommerferien. Und nach den ganzen Urlauben tut das auch echt mal wieder gut vor allem, weil ich mich dort wirklich am wohlsten fühle und mir der Teil des Freiwilligendienst wohl mit am meisten fehlen wird...

Wir haben nun, da ein neues Schuljahr begonnen hat, auch super viele neue Schüler, was für uns so viel bedeutet wie viel, viel Arbeit. Denn die meisten sind noch nie wirklich in einer Klasse gewesen sondern entweder gar nicht in der Schule oder in Einzelbetreuung. D.h. sie sind noch nicht an die Abläufe und Strukturen gewöhnt, benehmen sich nicht wirklich gut und brauchen daher noch sehr viel Hilfe und Aufmerksamkeit... Außerdem sind nun auch mehr Kinder in der Klasse, ca. 20 wenn wirklich mal alle da wären, was quasi fast nie vorkommt...

Das Ganze ist jetzt erstmal sehr anstrengend, denn meine Lehrerin ist eigentlich größtenteils mit Papierkram und Vorbereitungen beschäftigt und ich passe daher oft alleine auf die ganzen Kinder auf. Dabei kann man gar nicht allen wirklich die richtige Betreuung geben, denn vor allem die Neuen brauchen noch fast durchgehend Hilfe bei den Aufgaben und viele rennen auch noch oft raus.. Gleichzeitig hat man aber ja auch noch die ganzen anderen, also muss man sich irgendwie aufteilen und versuchen so jedem genug zu helfen. Zum Glück sind bei einigen, wie immer, noch die Eltern dabei, sodass ich mich um die schon nicht mehr so viel kümmern muss.
Eigentlich muss ich aber zugeben, dass ich das ziemlich schön finde, denn so ist mir auf jeden Fall nicht langweilig und ich fühle mich mehr gebraucht. Meine Lehrer sagen auch schon, sie hoffen es kommt ein neuer Freiwilliger sonst wissen gar nicht wie sie alles alleine machen sollen... Denn nachmittag mache ich ja z.B. mit einigen Schüler immer noch die Leseübungen, dann muss aber jemand noch auf den Rest der Gruppe aufpassen, d.h. wenn ich weg bin kann niemand mehr Leseaufgaben betreuen... 
Schön ist es auch, weil ich so neue Herausforderungen habe. Denn wenn man die Kinder anfangs noch nicht kennt ist es ziemlich schwer mit ihnen, weil man noch nicht weiß wie man mit ihnen umgehen kann... Ich finde bei Behinderten (oder natürlich Menschen mit besonderem Förderungsbedarf...) ist es nochmal auffällig wie verschieden wir Menschen sind. Jeder ist total anders und man muss sich auf jedes Kind neu einstellen. Dadurch lerne ich aber auch nochmal mehr, was ziemlich schön ist.

Jetzt aber zu etwas ganz anderem...
Letzten Samstag haben wir uns aufgemacht nach Samar, der Nachbarinsel. Dort wollten wir eine bekannte Höhle ansehen. 
Los ging es, wie immer, früh morgens zum Touristenbüro. Von dort mit dem Habal Habal (einem Motorrad, oft mit Dach und Anbau, damit mehr Leute drauf passen), dann der Banka (dem philippinisch typischen Boot) über einen Fluss zur Höhle. Die Führung war dann gar nicht wirklich so spannend und abenteuerlich wie wir uns es vorgestellt hatten, da ziemlich kurz und man konnte überall aufrecht gehen... ;) Aber an einer Stelle haben wir alle Lichter ausgemacht und waren ganz still. Das war einfach wundervoll!!! Der einzige Ort in diesem Land bis jetzt, in dem es wirklich leise ist.. wir haben auch alle schon summen und brummen im Ohr gehört.. aber dase das geht bestimmt wieder weg in Deutschland, ich will ja schließlich noch Musik studieren! 
Danach ging es aber noch weiter auf dem Fluss per Kayak und das schönste war einfach die Landschaft. Ein grüner Fluss, mit wunderschöner Vegetation und Felsen außenrum, richtig tropisch schön! Nächster Halt war die "Natural Bridge", also natürliche Brücke. Das ist einfach ein Stück, wo über dem Fluss als eine Art Brücke die Felsen sind. Darunter konnten wir aber super schwimmen, denn der Teil war ziemlich tief und es gab sogar einen hinausragenden Felsen von dem wir ins Wasser springen konnten, quasi Cliffdiving (Klippenspringen) für Anfänger ;) 
Dann gings den Weg auch schon wieder zurück und wir haben noch in einer Hütte in der Natur gepicknickt :) Der Ausflug war auf jeden Fall echt schön und ein guter Tagestrip von hier, wenn auch nicht wirklich den ganzen Tag lang.

Fotos gibts leider immer noch nicht.. aber ich hab fast alle zusammen, dann mache ich einfach mal einen Blogeintrag nur mit allen Fotos, die noch fehlen...! :)

Tut mir leid wenn der Stil heute etwas leidet... ich bin echt müde.. 

Grüße von den Philippinen :)

 

Donnerstag, 28.05.2015

Letzte Ferienwoche und erster Abschied

Hallöchen,

langsam merkt man wirklich, dass unser Aufenthalt hier sich dem Ende zuneigt. Es sind zwar noch 6 Wochen, was allein betrachtet schon noch lang ist, und ich will auch nicht die ganze Zeit denken es sei schon fast alles vorbei, denn dadurch zieht sich das einfach nur....(heute mal philosophisch :D)
Aber im Großen und Ganzen ist doch der größte Teil unsere Zeit hier geschafft :)

Heute morgen gab es auch schon den ersten Abschied, denn meine Gastschwester fliegt nun für min. 6 Wochen nach Nepal, d.h. wenn sie zurückkommt bin ich schon nicht mehr hier...
Sie arbeitet bei einer Hilfsorganisation und ist wegen des Erdbebens nun für einige Zeit in Nepal als Unterstützung. Erfahren habe ich das aber erst super spontan am Samstag morgen beim Frühstück, als ihr Freund so nebenbei erwähnte.. ach ja, Johanna fliegt nach Nepal... daher war jetzt auch kein großer Abschied geplant. Ich habe ihr einfach einen lieben Brief geschrieben mit Fotos von uns als Dankeschön und hoffe, dass sie sich darüber freut wenn sie ihn liest. Denn eigentlich ist mir meine Schwester hier schon ziemlich ans Herz gewachsen, weil wir uns das Zimmer geteilt haben, im gleichen Alter sind, oft was zusammen unternommen haben, ich mich mit ihr einfach am besten verstanden habe und sie mir fast immer geholfen hat wenn ich irgendetwas brauchte. Sie war einfach meine philippinische erste Ansprechperson, vor allem in der Familie.
Aber der Abschied war nicht gerade erzählenswert, sie ist einfach gegangen und wir haben uns verabschiedet, aber es war auch früh und ich hab noch halb geschlafen ;)

Naja, sonst haben wir letztens erfahren, dass diese Woche einige unserer Projektkoordinatoren zu einer Auswertung nach Manila geflogen sind. Angeblich kriegen wir dann auch ein Feedback davon und genaue Daten zu unserem letzten Seminar in Manila zugeschickt, aber wer weiß... Ich fände es jedoch schön eine Rückmeldung meiner Arbeit zu bekommen, auch wenn es etwas beunruhigend ist... wer weiß ob sie mit mir überhaupt zufrieden waren... ;) 

Die Ferien sind nun auch leider (oder Gott sei Dank) vorbei. Zwar sind Ferien natürlich schön, weil man mal mehr Zeit hat, aber eigentlich mag ich meine Arbeit, bin ja auch dafür hergekommen und es wurde nun wirklich langsam wieder Zeit zu arbeiten, sonst wird es noch langweilig ;)
In der letzten Woche haben wir aber schon einiges zu tun gehabt, denn wir sollten uns ja die letzten 2 Wochen auf der Insel Projekte anschauen und überlegen was wir davon dann hier auch umzusetzten können. Also haben wir einige Treffen mit dem Schulleiter und den Ansprechpartnern im Partnerbarangay (Dorf) gehabt um erste Vorschläge zu bringen. 
Wir wollen z.B. regelmäßige Community-Cleanings einführen, bei denen jede Familie ihren bestimmen Bereich hat, der gesäubert werden muss... Aber das ist ja noch recht einfach.
Das wohl komplizierteste Projekt ist nun aber auch in die Wege geleitet und ich hoffe es wird alles so klappen wie wir uns das vorstellen, denn der philippinischen Organisation kann man ja nicht unbedingt immer vertrauen...
Dabei wollen wir einen Evakuierungsplan erstellen, ein Erste Hilfe Training für Jugendliche veranstalten und dann eine Übung mit dem ganzen Barangay machen, damit auch wirklich jeder weiß, was im Notfall zu tun ist. Denn von Dingen wie Probefeueralarm, den wohl schon jeder Deutsche mal mitgemacht hat, sodass die meisten schon genervt sind wenn es im neuen Schuljahr wieder soweit ist, hat man hier noch eher selten gehört. Es wir uns sogar sehr stolz von einer solchen Aktivity erzählt. 
Wir finden es aber super wichtig, dass wirklich alle Menschen Bescheid wissen, was im Notfall zu tun ist, denn die Taifunsaison wird wieder kommen und der Barangay liegt in einer der von Yolanda meistbetroffendsten Regionen direkt am Meer ohne Straße davon weg. Daher konnten die Menschen damals nicht fliehen und es sind viele dort gestorben... Also versuchen wir nun aus den Fehlern zu lernen damit es beim nächsten Taifun besser läuft und ein Disaster, wie es Yolanda ausgelöst hat, nie wieder vorkommt.
Eine große Hilfe ist dabei das Disaster Management Programm vom Philippinischen Roten Kreuz, das nach Yolanda in die Wege geleitet wurde. Wir haben heute einfach mit den Verantwortlichen vom Roten Kreuz besprochen was wir gerne machen würden und wie wir uns das genau vorstellen, sodass die Organisation sich nun um Planung und Durchführung kümmert. Und das Beste ist, das ganze Projekt ist völlig kostenlos! :) Alles gesponsert von der Regierung. Wir haben sogar den Eindruck, dass das Rote Kreuz froh ist, dass sich jemand für ihr Projekt interessiert, dabei ist es super einfach und wäre echt gut, wenn das einfach in jedem Barangay durchgeführt werden würde. Aber die meisten Menschen wissen wahrscheinlich einfach nichts von dem Programm...

Naja, soviel dazu.. Wir sind erstmal happy, dass bis jetzt alles so gut läuft und, dass wir nun mal wirklich unsere eigenen Ideen einbringen dürfen und selbst etwas organisieren. Aber ich bin auch echt gespannt wie das im Endeffekt wird und ob wirklich alles klappt!

Bis bald :)

Grüße von den Philippinen

Samstag, 23.05.2015

Selbstfindungstrip auf die Insel :D

Hallo ihr Lieben Leute,

erstmal muss ich mich ja mal selbst loben, ich hätte nicht gedacht, dass ich es schaffe den Blog wirklich bis zum Schluss durchzuziehen, aber bis jetzt sieht es gut aus :) nur sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben, aber das schaff ich jetzt auch noch... dennn....

Es sind nur noch 7 Wochen, sprich 47 Tage bis zu unserer Ankunft in Deutschland :)

Wir freuen uns alle extrem, denn obwohl wir hier eine super Zeit haben und auch traurig sein werden wenn alles vorbei ist, wird das Heimweh schon langsam größer und man freut sich endlich wieder nach Hause zu kommen ;) Aber es sind ja noch ein paar Wochen...Und wer weiß was uns in Deutschland erwartet... Kulturschock Nr. 2!? ;)

Naja, jetzt mal zum eigentlichen Eintrag:

Die letzten 2 Wochen haben wir 5 Deutschen aus Tacloban auf den Camotes Inseln verbracht. (Camotes heißt übrigens Süßkartoffel, denn angeblich haben die Spanier bei der Eroberung der Insel gefragt wie sie heißt, dank Verständigungsprobleme haben die Einwohner aber wohl gedacht sie fragen was das ist, was sie dort anbauen und es kam Camotes raus...)
Diese zählen zu einem der ärmeren Gebiete des Landes. Fast alle Menschen leben in einfachen Hütten vom Fischfang oder der Landwirtschaft und es gibt teilweise keinen Strom, aber dazu später mehr.
Wir waren dort, weil die Highschool, bei der 3 von uns eigentlich arbeiten, wobei sie nie dort sind weil es für sie keine Arbeit gibt..., eine Partnerschaft mit einem Barangay (Dorf oder Stadtteil) hat, der Probleme hat z.B, mit Überschwemmung... Auf Camotes haben sie hingegen seit über 10 Jahren eine Struktur und Projekte entwickelt zu Disaster and Risk Reduction and Managment (Umgang und Reduzierung von Umweltkatastrophen und Risiken), die sogar schon einen internationalen Preis der UN gewonnen hat. Dort sollten wir also möglichst viel über das Programm lernen um dann Vorschläge zu bringen für den Barangay hier.

Los ging es also mit dem Schulleiter der Highschool (übrigens der nationalen philippinischen Highschool der Wissenschaften, also die absolut begehrte und harte Elite Highschool hier...) am 6.5. Auf der Insel angekommen hat man uns wie immer erstmal dem Vicemayor vorgestellt, denn wir sind immer auch Prestigeobjekt und werden zu allen Veranstaltungen gerne mitgenommen damit die Gastgeber schön mit uns angeben können... ist zwar irgendwie ätzend, aber man gewöhnt sich dran und meistens sitzt man da, muss lächeln, tausend Fotos machen, bekommt viel zu Essen und sieht sich das Ganze an, woraus man auch manchmal schon etwas lernen kann.

Am nächsten Tag wurden wir dann auf die minikleine Insel Tulang Diot gebracht, auf der wir erstmal 2 Tage bleiben sollten bis wir in eine andere Region gehen sollten um mehrere Sachen kennenzulernen.
Als wir dort ankamen wussten wir nur, dass wir ein altes Haus bekommen sollten in dem wir wohnen können, das hat sich aber als einrichtungslose Baracke herausgestellt :D Aber wir hatten eine Terasse, 5 Stühle, einen Tisch und super nette Nachbarn, die uns in kürzester Zeit alles organisisert haben was man so braucht. Also gab es bald eine Gasherdplatte und etwas Geschirr. Dann haben wir uns noch 2 Strohmatten gekauft und es konnte losgehen :) Essen hatten wir in der Stadt noch auf dem Markt gekauft :)
Im Endeffekt, kann ich euch gleich sagen, sind wir dann die ganzen 2 Wochen auf dieser Insel geblieben, denn wir haben alle 2 Tage nachgefragt ob sie etwas Neues für uns hätten und es kam nicht wirklich was, aber wir wollten eh nicht mehr unbedingt weg, denn es gefiel uns echt gut! ;)

Jetzt mal zu der Situation dort:
Auf der Insel gab es nur 4 Stunden Strom, abends von 6 bis 10, kein fließendes Wasser, also musste man immer mit Containern aufs Festland (es ist lächerlich eine Insel der größe Festland zu nennen, aber im Vergleich war sie größer, also Festland :D) fahren und die dort füllen lassen. Heißt, spätestens alle 2 Tage sind wir ans Festland zum Wasser holen und in die Stadt einkaufen.
Geschlafen haben wir zu fünft auf den 2 Strohmatten am Strand, also unter freiem Sternenhimmerl :) Gekocht wurde auf Feuer :) Handynetz gab es nur am "Netzbaum", wenn man also eine SMS schicken wollte musste man erstmal dahin.. Direkt hinter unserem Haus war ein kleines Häuschen mit Klo, Zähneputzen einfach im Garten, Duschen auch... Spülen und Waschen in einer Bütt vor dem Haus :D Aber wir hatten einen super schönen weißen Sandstrand mit türkisem Meer fast direkt hinterm Haus (man musste nur ein Stück über den Sand umgeben von lauter Hähnen und Hühnern :D).
Dort wurde dann immer gebadet wenn es zu heiß wurde, denn dank El Nino, einem Wetterphänomen, ist auf Camotes gerade ziemliche Dürre und es ist echt heiß! Sonst haben wir sehr viel Zeit mit Kochen verbracht, denn es gab immer super viel Obst und leckeres Gemüse, wenn wir jetzt endlich mal selbst bestimmen können was wir essen ;) Und wir haben viel entspannt, also erstmal Würfel und einen Block gekauft für Stadt, Land, Fluss und Kniffel und alle haben untereinander die Bücher getauscht... Hier einen lieben Gruß an meine Französischlehrerin, die das wahrscheinlich eh nicht ließt aber egal.... Ich habe freiwillig sofort ohne Widerrede "Der Geizige" von Mollière gelesen, einfach nur, weil Mollière französisch ist ;) aber natürlich war das Buch Deutsch... ;)

2 Mal wurden wir dann von "unserem Freund", der uns irgendwie am ersten Tag über den Weg lief und seitdem ständig bei uns war und uns immer bei allem geholfen hat zum Gottesdienst eingeladen, von dem wir natürlich nichts verstanden haben, da alles auf Cebuano war... und am Ende war auch noch Fiesta, mit Miss Wahl, Disko, geschlachtetem Schwein vor unseren Augen in unserem Garten und natürlich sehr viel Essen! Da haben sogar wir Essen gekocht (schöne Gemüsenudeln und Kaiserschmarrn :D). Den Kaiserschmarrn fanden auch die meisten gut, die Nudeln kamen aber, wie erwartet, nicht so gut an ;) ist ja weder Zucker oder Wackelpudding noch Kondensmilch oder Dosenobst drin, dafür aber gesundes Gemüse... Igitt :D
Naja, wir haben uns auf jeden Fall in den 2 Wochen auf der Insel super integriert gefühlt. Wir haben gekocht, geschlafen und gelebt wie die Filipinos dort und haben es genossen :)

Insgesamt war es eine super Erfahrung und echt angenehm ohne Abgase, Autolärm, Handys, Internet und die ganzen konsumischen Angewohnheiten zu leben. Wir haben uns richtig frei gefühlt und gemerkt wie unfassbar genial und wichtig Freiheit ist!

Das wars für heute, vielleicht kommen noch ein paar Bilder nach, bin grad zu blöd für die Technik... aber vielleicht auch nicht :D

Ich würde mal gerne wieder ein paar Kommentare lesen, denn langsam frage ich mich ob den Blog außer mir überhaupt noch jemand ließt....

Bald geht aber endlich die Schule wieder los, dann hab ich wieder was zu tun :)

Grüße von den Philippinen

PS: Mir fällt grad ein, dass ich voll was vergessen hab... Wir waren ja in einem Fischerdorf, da darf das Fischen natürlich nicht fehlen. Also sind wir 3 Mädels eine Nacht auf einem echten, professionellen Fischkutter mitgefahren. Nachts wird gefischt, weil die Fisch immer zum Licht schwimmen. D.h., wenn auf dem Sonor, also der Maschine, die die Bewegungen im Wasser wahrnimmt, ein Fischschwarm zu sehen ist, wird dieser von einem kleinen Boot mit Lichtern angelockt und dann wird beim großen Boot das Netz ausgeworfen. Dabei fährt das Boot einen Kreis und umzingelt so quasi den Fischschwarm. Danach wird mit Hilfe eines Seils das Netz von unten geschlossen und dann eingezogen, daher sind auch ca. 35 Männer auf dem Boot, denn das Netz ist groß und schwer... Danach fischen sie die Fische mit kleinen Netzen und bringen sie auf anderen Booten direkt zu den Häfen der umliegenden größeren Städte. Es war zwar für mich als Vegetarier nicht gerade super die ganzen Fische sterben zu sehen und danach noch essen zu müssen... aber eine Nacht auf einem Fischkutter auf dem Dach zu schlafen und zu sehen wie es dort abgeht war auf jeden Fall eine gute und interessante Erfahrung :)

Montag, 04.05.2015

Ferien

Hallöchen mal wieder,

ich hatte eigentlich gestern einen super schönen Eintrag geschrieben, aber leider hat dann das Internet versagt und alles war gelöscht... also jetzt nochmal! Verzeiht mir daher aber die Kürze, denn es ist spät und ich muss morgen schon wieder früh raus zum nächsten Trip ;)

Im letzten Monat habt ihr nichts von mir gehört, weil ich fast gar nicht Zuhause war, denn ich habe ja Ferien und die muss man nutzen :)

Los ging es in Bicol, erst 3 Tage mit meiner Familie, wobei wir Islandhopping waren und ich mich wie ein richtiger Teil der Familie gefühlt habe :) Dabei hilft auch mein Waray, was zunehmend besser wird.. ich kann jetzt schon fast alles verstehen und mit meinen Kindern auf der Arbeit rede ich z.B. oft schon auf Waray, wenn auch nur einzelne Wörter oder einfache Sätze ;)
Danach war ich mit einer anderen deutschen Freiwilligen 2 Tage ganz spontan Wakeboarden, denn durch einen Taifun sind wir beide in der gleichen Region gestrandet gewesen, also haben wir einfach was zusammen erlebt! Und ich muss sagen, Wakeboarden macht echt Spaß! :)

Dann kam mein Freund aus Deutschland zu Besuch und es ging weiter in den Süden zum Walhai-Tauchen. Es war erstmal wirklich komisch ihn hier zu sehen, aber auch unglaublich schön sich nach so langer Zeit endlich wiederzusehen ;) und nach ein paar Tagen hatte auch er auch langsam seinen Kulturschock überwunden ;)

Zwischendurch waren wir dann mal eine Woche in Tacloban, wo ich versucht habe ihm so viel wie möglich von meinem alltäglichen Leben hier zu zeigen, also all unsere Lieblingscafés, die tagelangen Meetings bei Lars, bei denen wir einfach so lange essen bis wir platzen und weiter..., meine Familie und Arbeit. 

Aber lange sind wir dort nicht geblieben und es ging weiter mit philippinischen AFS Freiwilligen auf eine kleine Insel zum Zelten :) Da wir aber nur ein Zelt hatten für 8, haben wir einfach auf einer Matte unterm Tisch geschlafen.. ;) Der Sonnenaufgang war aber wohl der romantischste meines Lebens! Stellt euch vor ihr seid auf einer kleinen tropischen Insel mitten im Meer auf dem einzigen Hügel und dort steht ein Hochsitz auf dem ihr draufsitzt.... und das noch mit Freund, alles perfekt! ;) Die Farbmischung war einfach wunderschön und der ganze Abend echt gelungen :)

Am nächsten Tag hab ich mich dann alleine mit Johannes auf den Weg nach Bohol gemacht, wo wir erstmal 2 Tage das typische Touristenprogramm abgehakt haben. D.h. größtenteils die Chocolate Hills, eine Landschaft bestehend aus Hügeln die rund sind und im Sommer durch das trockene Gras braun werden... und die Tarsiere, kleine supersüße Äffchen, die es fast nur auf den Philippinen und in Indonesien gibt, das hat zumindest die Frau in dem Park behauptet ;)
Danach haben wir einfach alles entspannt angehen lassen und die Zeit genossen bis es nach Cebu ging. Hoffentlich erinnern sich noch einige, da war ich im September schon mal mit meiner Gastschwester und ihrem Freund... Wir haben also nun fast das gleiche Programm gemacht wie damals, Kirche, Fort, Kreuz, Mall und noch einen Tempel dazu, mein erster echter asiatischer Tempel, die sind hier nämlich eher selten, da ja fast alle hier katholisch sind :) Wer also asiatisch typische Attraktionen sucht sollte nicht unbedingt auf die Philippinen kommen...
Übrigens wurde ich schon recht häufig nach meiner Religion gefragt und wenn ich dann sage katholisch sind immer alle überrascht und freuen sich richtig... das finde ich irgendwie komisch, denn erstens ist Europa ja ziemlich christlich und zweitens wäre es für mich total egal welche Religion mein Gesprächsparter hat... aber das ist wohl nicht bei jedem so.. 

Unsere letzte Station war Boracay, die absolut bekannteste Touristeninsel des Landes. Dort war es unglaublich voll und teuer (fast deutsche Preise...) und mir kam die ganze Insel vor wie ein Strand gesäumt von Restaurants, Resorts und Tauchschulen... Unter den ganzen koreanisch, europäisch und japanischen Luxushotel Touristen kamen wir uns glatt arm vor.. denn wir lebten "nur" in Cottages ohne Klimaanlage "lange" 50 Meter vom Strand entfernt... :D aber naja, wir sind eben nur arme Freiwillige ohne Gehalt und dafür gehts uns schon ziemlich gut! Also hier mal ein liebes, dickes, großes Dankeschön an Mami und Papi, die das alles mitmachen ;)
Unser Programm dort war auch wieder eher entspannt, allein schon, weil wir uns nicht viele Aktivitäten leisten konnten... 
Also gab es nur einen halben Tag Islandhopping (das musste Johannes einfach erlebt haben, denn es ist hier fast Teil eines jeden Urlaubs) viel Chillen am Strand oder auf der Hängematte und Parasailing..  Also man hängt mit einem Fallschirm an einem Seil und wird vom Boot gezogen, sodass man über dem Meer am Fallschirm schwebt! Das muss ich jedoch gestehen konnte ich leider nicht so genießen, denn ich weiß nun sicher, meine Flugangst bezieht sich nicht nur auf Flugzeuge... Ich hing also nicht wirklich entspannt in den Gurten... Aber zu meiner Verteidigung kann ich sagen, ich denke wenn ich es jetzt nochmal machen würde, hätte ich sicher mehr Spaß, weil ich wüsste worauf ich mich einstellen muss, aber erstmal wird es wohl eine einmalige Erfahrung bleiben :)

Naja... und dann hieß es leider auch schon wieder ab nach Manila für die letzte Nacht und dann Tschüss sagen, denn Johannes musste wieder nach Deutschland... 
Der Abschied fiel zwar nochmal schwer, obwohl er sich doch sehr auf Deuschland gefreut hat und das nur nach einem Monat... ;) aber jetzt sind es ja nur noch 2 Monate bis zum Wiedersehen :) Ich freu mich auf jeden Fall schon total auf Zuhause ;) aber erstmal genieße ich jetzt noch die letzten 2 Monate hier :)  
Der ganze Monat hier zusammen war aber auf jeden Fall unglaublich schön und eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde und ich bin dankbar und sehr glücklich, dass ich nach vielem Hin und Her doch die Möglichkeit bekommen habe das hier zu erleben! :)

So viel für heute, ich muss jetzt echt schlafen... der nächste Text dauert dann wahrscheinlich wieder etwas, denn es geht auf die nächste Insel.. ;) diesmal aber zum Arbeiten, also nicht nur Freizeit :D 

Übrigens zähle ich meine Inseln hier, also wie viele der 7107 Inseln der Philippinen ich betrete ;) Momentaner Stand ist 22, für deutsche Verhältnisse finde ich schon gar nicht schlecht :)

Bis bald hoffe ich!

Grüße von den Philippinen :)

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